Schaffende Arbeiter antworten:

Wir schanzen, wir walzen,
wir stanzen und falzen –

aber für was? Dass ein vernagelter Parteivorstand beschlussfasst,
alle Armen der Erde hierher in Arbeitslosigkeit zu verfrachten?
Was haste gelernt, Genosse – Luftblasen
für die Wasserwaage abholen?

Wir weben, wir stauen,
wir kleben und bauen –

dass die Frau in Kleinanzeigen nach einer Stellung in der Welt sucht?
Dass uns zum Alltag aus Arbeit ein Alter in Armut erwartet –
aber alle, die nie einen Handschlag taten, in Massen
die Hand aufhalten? Kommt nicht in Frage!

Wir teufen, wir feuern,
wir täuen und steuern –

dass ein Langzeitverblödeter im Hörsaal den Lufthaken eindreht
und die Wahnkante dranhängt, die deutsche Stadt habe Platz zu machen
für Klein-Bagdad-Bamako. Ich will dir was sagen:
Die haben ihr Leben im eigenen Land auf die Kette zu kriegen.

Wir spleißen, wir reißen,
wir meißeln und schweißen –

seit wann dafür, dass unseren Knöppsken gleich mit der ersten Fleißbiene
von Amts wegen Sporen in die Bronchien kriechen,
und unsere Roten kommen
und geben zur Losung: Den Rest macht die Farbe…

Wir schalen, wir stauchen,
wir malen und tauchen –

dass an der Tafel Geh aus, mein Herz eine fremde Sprache ist,
aber die Klassentante unseren Racker damit belatschert,
er sei geschlechtslos geboren? Die soll erst mal selber abkindern,
mehr Fisch als Fleisch, die Alte.

Wir schleifen, wir schlitzen,
wir steifen und stützen –

dass sonne Stempelkissenbenässerin den Pay-Gap bejammert?
Schon mal drauf geachtet, Frau Oberschlau, auf wessen Knochen
das Straßenpflaster verlegt wird? Und wer verstreicht auf der Fahrbahn
den kochenden Asphalt? Einfach mal Klappe.

Wir schwemmen, wir dämmen,
wir stemmen und flämmen –

während unsere Mädchen die Laternen zählen,
wenn sie an den Revieren der Gangs vorbei eilen?
Da war ein Aushang am Kindergarten: Einbruch lohnt nicht –
hier wird kein Geld mehr aufbewahrt.

Wir stromen, wir dichten,
wir formen und richten,

dass die eine am Ende des Tages und der andere am Ende der Nacht
auf der Feudelstrichleiter nach oben buckeln und ihre Halbwahrheiten
in die Kamera lesen. Klar, lügt die Lücke, was ab ist,
wurde doch eben erst drangesägt.

Wir schütten, wir wälzen,
wir rütteln und schmelzen –

dafür, dass wieder der Lokomofeilowitsch vom Dienst
den außenverstellbaren Innenspiegel als Jobmotor verheißt,
wo man draußen im Pott auf die Stoppschilder schreibt:
Willkommen in Schrottgorod!

Wir hackeln, wir ackern,
wuracken und rackern –

ihr werdet sehen, für was!