Grüne Parteikirche EKD

Da die Evangelische Kirche sich derzeit als penetrante Untertanin und unter Missbrauch von Steuergeldern in eine politische Partei verwandelt (4. Synode der EKBO), sei hier ausnahmsweise ein Fremdtext zitiert – gesungen bei der Herbstrevolution des Jahres 1989:

1.
Wach auf, wach auf, du deutsches Land! Du hast genug geschlafen, bedenk, was Gott an dich gewandt, wozu er dich erschaffen. Bedenk, was Gott dir hat gesandt und dir vertraut sein höchstes Pfand, drum magst du wohl aufwachen.

2.
Gott hat dich, Deutschland, hoch geehrt mit seinem Wort der Gnaden, ein großes Licht dir auch beschert und hat dich lassen laden zu seinem Reich, welchs ewig ist, dazu du denn geladen bist, will heilen deinen Schaden.

3.
Gott hat dir Christum, seinen Sohn, die Wahrheit und das Leben, sein liebes Evangelium aus lauter Gnad gegeben; denn Christus ist allein der Mann, der für der Welt Sünd gnug getan, kein Werk hilft sonst daneben.

6.
Von solcher Lügen falschem Schein hat Gott dein Herz getrennet. Durch Luther, den Propheten dein, ganz Deutschland solchs bekennet. Hat dich gezogen gnädiglich zu seinem Reich gar väterlich. wohl dem, der’s recht erkennet.

17.
Was vormals Unrecht, Sünd‘ und Schand‘, das tut man jetzt gut preisen. Was vormals Blei und Zinn genannt, das heißt man jetzt hart Eisen. All Ding‘ han sich so gar verkehrt. Unrecht hat sich sehr hoch gemehrt. Solch’s tut die Tat erweisen.

18.
Die Wahrheit wird jetzt unterdrückt, will niemand Wahrheit hören; die Lüge wird gar fein geschmückt, man hilft ihr oft mit Schwören; dadurch wird Gottes Wort veracht‘, die Wahrheit höhnisch auch verlacht, die Lüge tut man ehren.

22.
Wach auf, Deutschland, ‚s ist hohe Zeit, du wirst sonst übereilet, die Straf dir auf dem Halse leit, ob sich’s gleich jetzt verweilet. Fürwahr, die Axt ist angesetzt und auch zum Hieb sehr scharf gewetzt, was gilt’s, ob sie dein fehlet.

24.
Das helfe Gott uns allen gleich, daß wir von Sünden lassen, und führe uns zu seinem Reich, daß wir das Unrecht hassen. Herr Jesu Christe, hilf uns nu‘ und gib uns deinen Geist dazu, daß wir dein Warnung fassen.

Johann Walter (1496-1570), EG 145