Hoheitszeichen

„Ein iegelich rich, daz in yme selbir zurdeilit ist, daz wird zurstorit; wan sine fursten sint wordin der diebe gesellin.“ Goldene Bulle, Prefac. Nürnberger Gesetzbuch

Herzschild deckt Schildmitte. Der Wappenrede Kunst ist die Heraldik, bekennt der Heralt. Kenne die Nennungen und nenne die Kennzeichen, denn aller Wappnung Anfang ist die Waffenrede. Ist Zeit, ruft der Heerwalter, die Tartsche zu nehmen, nicht Zeit um Zweifel zu hegen. Zeit des Eifers. Zeit des Verteidigers. Still zu leiden nicht, sondern das Wort zu ergreifen. Sich bescheiden nicht, sondern eintreten für die Hoheit der Deutung. Nenne das Lohehorn, nenne den Feuerstahl nach Art des Blason. Habe: Stolz auf die Hoheitszeichen in der Stunde des Jubels und Trost an den Hoheitszeichen in der Stunde der Not. Zeichen an Zeichen setzt Hoheit ins Bild. Nenne Prachtstück (herrliches Wort), nenne Kleinod, Reichsapfel, nenne den Adler mit Goldbewehrung. Fachsprache von Jahrhunderten führt ihre herrlichen Worte ins Feld. Ich nenne, ruft der Heriowald, den Wahlspruch: Meine Sprache ist Hoheitsgebiet! Nenne und stimme ein in das Feldgeschrei. Hoheitsgewalt.

Ektenie für das Kreuz

Dem Glockenton des Romanos Melodos –
werft den Islam.
Dem neuen Rom und dem brausenden Feuer der Dromonen –
werft den Islam.

Werft den Islam
auf sich selbst zurück.
Verweist den Islam an seine abgeschlagenen Staaten,
dann erst wird er sein Versagen begreifen,
wenn er als Ganzes an sich gescheitert ist.
Weist den Islam zurück an seine Feindseligkeit,
und weil er weit in unser Land hinein
das Christsein verfolgt – verwerft den Islam.

Den Sweben und Goten von Covadonga – werft den Islam.
Den Franken von Tours und Toulouse – wehrt den Islam ab.

Verweist den Islam an sein Elend
und das Ausmaß des Unheils, das er verbreitet.
Und weist den Islam zurück auf seine Übergriffigkeit,
die nicht vereinbar ist mit Menschenwürde,
weil er den Eigenwert des Einzelnen bestreitet.
Freiheit klagt er ein, um Freiheit Anderen zu verweigern,
und weil er Unrecht umsetzt, um sich an Menschenrecht zu vergreifen –
verwerft den Islam.

Den Nordmannen von Sizilien – werft den Islam.
Den Portugiesen von Ourique – wehrt den Islam ab.

Weist den Islam zurück
auf seine selbst verschuldete Unmündigkeit,
deren Freiheitsbeschneidung sich zeigt in Schrift, Schwert und Schleier.
Weist die Verneinung zurück, die ihn umtreibt,
und treibt ihn zurück in die Wüste des Selbstmitleids,
weil seine Wehleidigkeit ein Wüten darüber ist,
vom eigenen Scheitern nicht lassen zu können –
verwerft den Islam.

Den Warägern von Manzikert – werft den Islam.
Den Ordensheeren von Hattin – wehrt den Islam ab.

Verweist den Islam zurück
an seine Einflüsterungen und Einschüchterungen,
mit denen er Gefügigkeit betreibt.
Begreift doch: ihr werdet die Massen auf seinen Straßen
mit Vernunft nicht erreichen! Selbst eure Freiheit
vermag keine Einsicht in ihm zu erzeugen.
Und weil seine Reihen sich drängen nach Gleichschaltung
und Gewalt – verwerft den Islam.

Dem Kreuz von Navas de Tolosa – werft den Islam.
Der Rus von Kulikowo Polje – wehrt den Islam ab.

Verwahrt euch gegen seinen Wahn
aus Weltkalifat und Weltuntergang.
Verwehrt dem Islam den Zugang in euer Land,
verwahrt eure Stadt vor seinen Hasspredigern,
die Religion als Rekrutierung hetzen.
Werft ihn zurück auf seinen schwarzen Stein
und weil er der schleichende Kleinkrieg ist –
verwerft den Islam.

Dem Purpur vom Tor St. Romanos – werft den Islam.
Den Toten von Nikopol, Kosovo, Mohacs – wehrt den Islam ab.

Verweist den Islam auf seine Fehlleistungen,
auf seine fehlende Belesenheit, seine Greuel und Geistesknebel.
Verwerft den Islam, denn er ist ein Werk der Verfehlung.
Werft ihn zurück auf sein Zerbrechen von Menschen,
auf seine Seelenmorde und Lebendverbrennungen,
auf sein Halsabschneiden und seine Saat des Schreckens,
Damit nicht euer Erdteil wie seine Staaten scheitert –
verwerft den Islam.

Dem Rammsporn von Malta – werft den Islam.
Der Heiligen Liga von Lepanto – werft den Islam.

Verwahrt euch gegen jene unter euch,
die den Islam willkommnen, denn der Antichrist
predigt als schwarzer Engel in euren Kirchen. Wehrt ab
seine Gleichgesinnten, denn er ist ein Gift
das jede Gesellschaft zersetzt.
Verwerft den Islam,
weil sonst eure Kinder nicht mehr in Frieden
und eure Enkel nicht mehr in Freiheit leben werden.

Der Heiligen Lanze der Kaiserstadt – werft den Islam.
Dem Doppeladler von Schipka – wehrt den Islam ab.

Verweist den Islam an seine Gottesferne,
denn er ist Feindschaft am Menschen,
nicht Werk eines Geistes der Freiheit.
Ewiges sieht nicht vor: Unterwerfung
sondern die Selbstfindung der Seele.
Weist den Islam zurück auf sein Verfeindetsein,
denn er ist Sekte gewordenes Seelenleiden
der Gestörtheit seines Gründers wegen – verwerft den Islam.

Auf ihn selbst zurück
werft den Islam.

Sachsenlande. Schlaflose Nacht

im Rauschen des Regens. Dann und wann
eher ein Atmen, zwischen Traum
und Wachtraum. Anders das schlagartige
Gewahrwerden jetzt von Gefahr.

Die Wasserburg in den Feldern war vor uns,
die Wehrkirchen in den Dörfern, das Westwerk
im osterlichen Hochlicht über dem Heer
der Giebel. Freiheit liebende Vorfahren.

Regenfälle, Wälder, Sternenzelt
bilden ihr eigenes Erbe, aber
unsere Lebensart wird nur bestehen,
wenn wir den Kampf austragen.